was wirklich trifft ist nicht Ablehnung, Ablehnung ist etwas was weh tut, schmerzt, aber Schmerzen vergehen irgendwann. Was wirklich trifft, ist auf eine Mauer des Schweigens zu prallen, das was ganz tief in meiner Seele schmerzt und ein stilles Echo hinterlässt, in meinem Kopf widerhallt, immer und immer wieder.
Avalon71 - 20. Nov, 11:50
die beste Freundin und ich. Manchmal sind wir wie Hund und Katze, manchmal zicken wir uns an aber niemals ändert es etwas daran, das wir den anderen brauchen, lieben und er einer der wichtigsten Menschen im Leben des anderen ist.
Seit schon längerer Zeit haben wir beide ein nicht so tolles Gefühl zueinander und heute war der Tag der Tage. Wo reden möglich war, ohne Grenzen und falsche Empfindlichkeiten, wo wir über Gott und die Welt, das Seelenleben und über unseren Gefühle reden konnten ohne das die Nähe fehlte. Mein ganz ureigenes Hässliche - Entlein - Syndrom, unsere Freundschaft, das was den anderen bewegt und beschäftigt, Familie, Männer und auch das immer beherrschende Thema Arbeit. Wo gerade in diesem Bereich Entscheidungen anstehen. Die Arbeit , die mein Leben mehr beeinflusst als sie es dürfte und vielleicht jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, die Angst vor Verarmung beiseite zu schieben und meine Arbeitszeit zu reduzieren. Reduzieren um den Druck zu verringern und die permanente Überforderung runterzufahren. Immer dann wenn nicht mehr viel geht, die Möglichkeit zu haben, zu agieren anstatt immer nur zu reagieren.
Ich weiß nicht was kommt aber es hat verdammt gut getan und nach einer schweren Woche ist heute das erste Mal das Gefühl da freier durchzuatmen.
Avalon71 - 18. Nov, 18:50
gestern oder vorgestern kam ich von der Arbeit und habe mich gefragt was nicht in Ordnung ist. Wie ich jeden Tag aufs Neue meinen Arbeitsalltag kompensiere, nicht die aussergewöhnlichen Dinge sondern eine Folge von Kleinigkeiten jeden Tag aufs neue. Eine belanglosige Nebensächlichkeit auf den ich den OA anspreche, er völlig ausflippt und nur noch am schreien, Schwester Avalon ihm erklärt, das sie da nicht die richtige Adresse für ist. Zwei Minuten später hörte ich ihn nur noch in den Telefonhörer brüllen, das das halbe Haus wackelte. Eine Kollegin ihm dann eine Yogaübung empfahl und auf einem Bein im Spritzenzimmer vorturnte und wir über herzschonende Maßnahmen nachdachten. Im kurzem Frei das ich letzte Woche hatte eine Patientin verstoben ist und ich mich noch nicht mal an den Namen erinnern konnte, geschweige denn wie sie aussah aber betreut habe ich sie auch. Patienten die sich beschweren weil sie das Gefühl haben nicht ausreichend betreut zu werden und sicher damit nicht unrecht haben, aber ich es als gegeben hinnehme weil mehr als arbeiten geht nicht. Der Stationsarzt, der dir sagt, es ist mir scheißegal ob ihr eure Arbeit schafft, der Wind der immer rauer wird. Heute irgendwann ein Anruf mit der sofortigen Beschwerde es würde seit Ewigkeiten keiner ans Telefon gehen, ich nur antwortete, das das nur geht wenn jemand Zeit hat. Ein Satz der mir vor wenigen Monaten niemals über die Lippen gekommen wäre.
Viele Kleinigkeiten die mich nachdenklich machen, stumpfe ich ab, schütze ich mich ? Was passiert da gerade mit mir, in mir ? Und wo geht der Weg hin ?
Avalon71 - 16. Nov, 15:26
ein Tag an dem mir gar nicht warm wurde. Die Kälte kriecht die Beine hoch, will nicht weichen. Gänsehaut die über den Rücken zieht, immer wieder frösteln. Ein vorherschendes Gefühl des Winters, das Sehen nach dem Sommer, der Wärme.
Avalon71 - 14. Nov, 21:42
Morgens um halb sechs auf dem Weg zur Arbeit, stand die restliche Tagesplanung schon fest. Die Frau im Radio erzählte von der Wetterprognose für die laufende Woche. Regen, Schnee und Eis. Und Frau Avalon fährt noch munter mit ihren Sommerreifen durch die Gegend.
6:45 es war noch dunkel und ein Patient drohte mir mal kurz mit der Presse, etwas was ich unheimlich mag
9:00 und ich wollte nur noch weg
11:30 haben meine Kollegin und ich nur noch gelacht weil wir es anders nicht ertragen konnten
12:45 die Zeit spielt für mich
14:00 einmal quer durch die Stadt, alte Klamotten einpacken und Richtung Land
15:07 Mama Avalon denkt sie hat eine Halluzination als ich die Treppe bei ihr zu Hause hochkomme
15:25 Reifen rausrollen, Drehkreuz suchen, alte Klamotten an und Handschuhe
15:34 kleiner Nervenzusammenbruch weil Schrauben nicht von den Reifen abgehen
15:37 - 15:43 verfluchen des Verbrechers der mir die Reifen im Frühjahr so festgezogen hat
15:44 Alternativplan, Reifen einpacken und die liebe Verwandschaft in Form eines Reifenhandels aufsuchen, Käffchen trinken und auf den Reifenwechsel warten und dabei plaudern, Mama Avalon freut sich wie Bolle über den unerwartet abwechslungsreichen Nachmittag
17:18 Abfahrt vom Land mit obligatorischer Carepakettüte in der heutigen Ausführung mit Kaffee, selbstgemachten Himbeerschnaps, Geschirrspültabs und neuem Schal.
17:43 warum fahren LKWs auf der mittleren Autobahnspur 35 Stundenkilometer?
18:12 Haustür zu, Heizung hochdrehen und nach der Badewanne lechzen
die Reifen sind drauf und den nächsten Wechsel verdränge ich erfolgreich bis nächstes Jahr Mai...
Avalon71 - 12. Nov, 18:58
fremde Haut auf meiner
die Wärme spüren
das Verlangen
die Lust
die Welt aussperren
für eine Ewigkeit
Hände
Lippen
Zungen
Körper
alles vergessen
den Kopf leeren
nur genießen
verdammte Sehnsucht
Avalon71 - 6. Nov, 19:11
Avalon, bei dir knistert es wieder.... ja ich weiß, aber ich kann mich nicht von ihm trennen.... es bügelt nicht, trocknet nicht, aufwaschen kann es auch nicht, und sonst auch nicht viel aber ich hab es lieb.... und ich will kein neues....

Avalon71 - 1. Nov, 11:54
Avalon71 - 31. Okt, 18:37