Sonntag, 29. April 2007

Grünzeug

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noch ist alles klein

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teilweise leer

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aber alles verändert sich

Freitag, 27. April 2007

Grünes Zimmer

Der ersehnte Freitagmittag, endlich Wochenende und das Gefühl unendlich Zeit zu haben. Kein Tag ist schöner, als der erste vor dem Frei. Nur halb so schlimm sich durch den Berufsverkehr durch die gesamt Stadt zu quälen um den schon länger gewünschten Balkontisch zu kaufen. Die ersten Pflanzen haben Einzug gehalten, sind eingetopf und sehen noch ein wenig verloren aus. Ich habe Lust auf mehr bekommen, möchte aussäen, Ableger ziehen und ein grünes Zimmer entstehen lassen.

Donnerstag, 26. April 2007

Ärgernisse des Tages

Der Wecker klingelt viel zu früh....

Der CA läd zwei Minis nach dem Frühstück bei uns ab, weil ja Girlsday ist, unsere Stationsdocs verlieren das Interesse als die eine Kleine im zweiten Zimmer bei Visite weiss anläuft und fluchtartig das Zimmer verlässt. Die Krankenschwestern mit Helfersyndrom werden sich schon kümmern.

Der IE und ICQ funzen seit zwei Wochen nicht richtig und langsam verliere ich die Geduld

Mein alter und neuer Chef behandelt mich immer noch wie ein Arschloch

Rückenschmerzen schon den ganzen Tag

Eine Mail..."Hase, gib mir doch nochmal deine Telnummer, ich hab sie verbummelt..." Nein Hase, das hast du nicht, du hast sie gelöscht als du gemerkt hast das du mehr von mir willst als möglich ist und als ich Sylvester das letzte mal von dir hörte erwähnte ich das bereits...

Heute ist noch nicht Freitag

... und den Rest des Tages will sich Frau Avalon nicht mehr ärgern....

Dienstag, 24. April 2007

Nachmittag

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Die Balkontür steht offen. Der Blick auf die Mauer, der Efeu, der Wein bekommt seine ersten Blätter. DIe Vögel, nur im Hintergrund Autogeräusche. Ich mag diese Hinterhofatmosphäre. Der Himmel ist bedeckt, die Luft kommt warm herein. Die Finger fliegen über die Tastatur, verwickelt in ein philosphisch-psychologisches Gespräch über Frau Avalon ihr Innenleben. Ich muss so oft lächeln, ein Tag in dem ich in mir ruhe, annehmen kann, keine bösen Gefühle aufkommen.Irgendwann kommt doch noch die Sonne herraus, die Zeit verfliegt wenn ich mich wohlfühle, wenn das Gleichgewicht stimmt. Kein Druck ist da, keine Scheu zu vertrauen, keine Traurigkeit. Ich werde noch kochen, einen Wein aufmachen und weiss, das das warme Gefühl im Bauch heute bleiben wird.

Sonntag, 22. April 2007

1984

Beim Nachrichten schauen heute, habe ich mich mal wieder gefragt warum ich mir das antue. Seit Jahren nimmt es ständig ab und eigentlich sollte ich es ganz sein lassen. Zeitung lese ich seit ewiger Zeit nicht mehr, das Einzige was passiert ist, das ich mich aufrege. Teilweise auch nur baff erstaunt bin wie wir alle verarscht werden und was in diesem Land passiert. Wenn interessiert es was in meinem emails steht, mit wem ich Telefonsex habe und wo ich überall meine Fingerabdrücke hinterlasse? Eine Plakette fürs Auto muss her und gleichzeitig sind Unmengen an neuen Kohlekraftwerken geplant. Vergewaltiger und Kinderschänder bekommen lächerliche Strafen, dafür sitzen ehemalige Staatsfeinde seit den Siebzigern in Stammheim. Gerechtigkeit kann ich da nicht erkennen und sollte es wohl auch nicht. Wenn ich länger über jede Meldung in den Nachrichten nachdenke, wird mir übel. Ich möchte schreien und verstehe diese Welt nicht, die Menschen nicht. Vielleicht lass ich mal eine Weile Nachrichten Nachrichten sein und lebe weiter so, das ich jeden Tag in den Spiegel schauen kann.

Samstag, 21. April 2007

Die Rache

für den besten Winter aller Zeiten folgt jetzt. Der fieseste Heuschnupfen den ich seit Jahren hatte.

Donnerstag, 19. April 2007

Hamsterrad

Jeder Arbeitstag ist schlimmer als der Vorangegangene. Als ich heute Abend kurz vor neun das Desinfektionsmittel in den Schrank knallte und mein Blick Bände sprach, kam gerade meine Kollegin zum Nachtdienst. Sie schaut mich an, sagt " ich weiss genau wie es dir gerade geht, heute Nachmittag als ich zuhause von der letzten Nacht erzählte habe ich angefangen zu heulen" wir stehen da im Spritzenzimmer, reden ein wenig, wissen beide das wir die Situation nicht ändern können, unter der wir verschieden leiden, aber leiden. Unter dem Druck, unter der unendlich vielen Arbeit die nie ein Ende nimmt, den Bedingungen, der körperlichen Erschöpfung.

Mit das erste heute, eine Zimmertür geöffnet, dort sah es aus wie auf einem Kriegsschauplatz. Der Patient hatte sich alles an Schläuchen und Kathetern gezogen was er hatte und lag in einer 150 cm Durchmesser Blutlache auf dem Fussboden. Das Telefon klingelt in einer Tour, die Patienten auch, alle sind unzufrieden und ungeduldig. Der OP ruft wieder und wieder an, die Ambulanz und jeder ist am wichtigsten. Dann war es dunkel, alles tat und tut weh und ich denke mit Schrecken an Morgen.Ich mag nicht...

Mittwoch, 18. April 2007

Abkommen

Ich handle oft mit mir selber, irgendwelche Dinge die mich stören, die kleinen Macken die man hat und wo ich Lösungswege suche. Selten schaff ich es, mich an meine eigenen ausgehandelten Sachen zu halten. Heute beim Bügelmarathon habe ich mal wieder viel darüber nachgedacht warum ich es nicht schaffe bestimmte Dinge einfach zu lassen. Nach dem durchzählen bin ich auf 19 Bücher gekommen, die hier noch rumliegen und nicht gelesen sind. Wolle für mind. 50 Paar Socken, drei schicke Oberteile oder so. Das ganze wurde heute als kleine süsse Macke bezeichnet aber mich ärgert es. Das ich mich nicht zurückhalten kann, kaufe, ohne das es nötig ist und ohne das ich es wirklich brauche. Ich frage mich ob das Kompensation von was auch immer ist, Kaufrausch oder Avalontick. Letzendlich ist es auch egal.


Das heutige Abkommen ist, keine neuen Bücher bis der Berg auf fünf geschrumpft ist, aber dann darf ich mir ein ganz teures kaufen. Die Wolle... schwieriger, zwei Großprojekte und ein dutzend Socken und dann darf ich mir Garn von Rowan kaufen.

gezeichnet und Unterschrieben am 18.4.07 19:50, Avalon

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